Prof. Jörn Arnecke

Welchen Beruf haben Sie?
Ich bin Komponist und Professor für Musiktheorie und Gehörbildung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Es erfüllt mich, wenn Studierende sich durch den Unterricht für Musikwerke begeistern, die ihnen vorher fremd oder langweilig erschienen. Und es beglückt mich, wenn sie durch solche Erfahrungen beginnen, selbst Musik zu erfinden und ihre eigenen Kompositionen aufführen.

Was hat Sie als Kind besonders interessiert zu entdecken oder zu erforschen?
Ich habe mit Instrumenten und Topfdeckeln experimentiert und Kinderspielzeug musikalisch eingesetzt. Aber ich hatte auch ganz andere Interessen: Zum Beispiel habe ich Gehaltslisten für Fantasie-Fußballspieler aufgeschrieben und Regeln entwickelt, wie sie von einem Verein zum anderen wechseln konnten ...

Welchen bekannten (vielleicht auch schon verstorbenen) Menschen würden Sie unbedingt persönlich kennenlernen wollen und warum?
Den Komponisten Franz Schubert, weil mich seine Musik tief berührt und weil ich gern versuchen würde, den Menschen in ihm näher zu ergründen.

Haben Sie selbst wissbegierige Kinder?
Ja, eine Tochter, die sechs Jahre alt ist und sich schon auf die Schule freut und einen dreijährigen Sohn, der immer wieder »Warum?« fragt ...

Warum halten Sie eine Vorlesung an der Kinderuni?
Eine Kinderuni hätte ich als Kind auch gern besucht! Und ich habe eine Familienoper komponiert, die gerade Kinder ansprechen soll. Davon möchte ich erzählen.