Silvio Müller

Welchen Beruf haben Sie?
Ich habe Kultur- & Medienpädagogik studiert und arbeite seit 2012 als Medienpädagoge im SRB – das Bürgerradio im Städtedreieck.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Am meisten gefällt mir, dass ich mit so vielen verschiedenen Altersgruppen, in vielen verschiedenen Einrichtungen und mit verschiedenen Medien arbeiten kann. Mein Herzblut hängt aber eindeutig an meiner Jugendredaktion. Das sind Jugendliche im Alter von ca. 13-19 Jahren, die bei mir im SRB ihre eigene regelmäßige Radiosendung produzieren.

Was hat Sie als Kind besonders interessiert zu entdecken oder zu erforschen?
Alles, was irgendwie mit Technik zu tun hatte, war für mich total spannend. Und gern habe ich viele Dinge versucht mit einfachen Mitteln nachzubauen. Da ich auch schon als Kind ein sehr großer Film-Fan war, habe ich immer sehr gern Filmsets oder ähnliches aus Bausteinen bzw. später aus Lego-Technik nachgebaut. Und auch heute macht es mir sehr viel Spaß, so lange zu knobeln, bis ich eine Idee in die Praxis mit verschiedenen medialen Mitteln umsetzen kann.

Welchen bekannten (vielleicht auch schon verstorbenen) Menschen würden Sie unbedingt persönlich kennenlernen wollen und warum?
Für mich persönlich sind die Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer und John Williams große Vorbilder. Sie schaffen es, mit Orchestern und moderner Soundtechnik einer Filmfigur eine passende Musikstimmung zu geben und Filme so gut musikalisch zu untermalen, dass es den Zuschauer ganz unbewusst in eine Stimmung für die einzelnen Filmszenen versetzt. Gern würde ich mich mit Hans Zimmer über seine Arbeit unterhalten. So würde es mich sehr interessieren, wie er aus dem Drehbuch eines Films eine teilweise so komplexe Filmmusik erschafft.

Haben Sie selbst wissbegierige Kinder?
Nein, eigene Kinder habe ich noch nicht. Aber einen sehr wissbegierigen, fünfjährigen Neffen. Er hatte bereits eine Kamera in der Hand, als er noch nicht mal laufen konnte. Und mit ihm entdecke und erkunde ich die Welt der Medien oft auch gemeinsam.

Warum halten Sie eine Vorlesung an der Kinderuni?
Weil ich in meiner Arbeit erlebe und sehe, welchen Stellenwert YouTube heutzutage bei Kindern und Jugendlichen hat. Viele sehen nur das Videoportal, bei dem man die unterschiedlichsten Videos schauen oder Musik hören kann und nur wenige erkennen die »Schattenseiten«. Oft hört man von Kindern und Jugendlichen den Berufswunsch »Ich möchte mal YouTuber werden«. Dass das aber noch lange kein richtiger Beruf und vor allem kein »Ich mach mal ein lustiges Video und werde damit reich und berühmt«-Job ist, das möchte ich euch in der Vorlesung zeigen und erklären. Natürlich sind mir aber eure spannenden Fragen zu diesem Thema auch sehr wichtig, und ich bin sehr neugierig, was ihr davon haltet.