Prof. Dr. Lena Haselmann-Kränzle
Lena Haselmann-Kränzle ist Professorin für Gesang und Stimmbildung.

Welchen Beruf haben Sie?
Sängerin und Gesangspädagogin. Seit 2022 lehre ich als Professorin für Gesang und Stimmbildung am Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Besonders das Musizieren mit anderen Menschen. Außerdem ist es mir eine große Freude, verschiedensten Persönlichkeiten zu stimmlicher Freiheit und Ausdrucksfähigkeit zu verhelfen. Auf der Bühne habe ich das größte Vergnügen an fantasievollen Produktionen und daran, in gänzlich verschiedene Rollen zu schlüpfen.
Was hat Sie als Kind besonders interessiert zu entdecken oder zu erforschen?
Die Opernbühne hat mich schon immer magisch angezogen. Dieser unverwechselbare Theaterduft, die kraftvolle Musik, verschiedenste Perücken und historische Kostüme fand ich als Kind ganz besonders faszinierend. Und auch die emotionale Intensität klassischen Gesangs.
Welchen bekannten (vielleicht auch schon verstorbenen) Menschen würden Sie unbedingt persönlich kennenlernen wollen und warum?
Die norwegische Komponistin und Pianistin Agathe Backer Grøndahl (1847-1907). Sie muss eine sehr kluge und kultivierte Musikerin gewesen sein, die mit großer Zielstrebigkeit ihren Weg in einer Zeit gegangen ist, in der dies für Frauen alles andere als selbstverständlich war. Sie hat übrigens auch hier in Weimar im Rahmen der Sommerkurse bei Franz Liszt studiert.
Haben Sie selbst wissbegierige Kinder?
Ich habe einen sehr wissbegierigen vierjährigen Sohn, der aktuell gerne Tsunami-Forscher werden würde.
Warum halten Sie eine Vorlesung an der Kinderuni?
Weil ich schon immer auch sehr gerne Kinder unterrichtet habe, u.a. für das Kinderopernhaus der Staatsoper Berlin. Nichts ist schöner als die unmittelbaren, unverblümten und so oft begeisterten Reaktionen von Kindern.