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Klein, aber oho – Mikroben in unserem Körper

v.l.n.r.: Dr. Daniela Wartini, Anne Helmcke, Kinder von Frau Dr. Wartini mit unserem Feedbackbogen | Foto: Christine Schild

Viele Menschen ekeln sich vor Bakterien und Keimen und wollen diese mit einem Desinfektionsmittel eliminieren, doch genau davor rät Frau Dr. Daniela Wartini ab. Warum Sie davon abrät und wofür der Mensch seine Mikroben braucht, das hat das Publikum in der gestrigen Vorlesung im Klinikum erfahren.

Wusstet ihr schon, dass pro Quadratzentimeter 100.000 Keime auf unserer Haut leben oder 10.000 verschiedene Arten bei uns im Körper beheimatet sind. Diese Bakterien wiegen etwa 1,5 Kilogramm und jede Familie hat ihr eigenes Mikrobiom. So lassen sich z.B. auch Eineiige Zwillinge voneinander unterscheiden und jede Familie hat somit ihre eigene Spur, die sie hinterlässt.
Bakterien sind Lebewesen mit einem eigenen Stoffwechsel. Sie können sich fortbewegen. Einige brauchen Licht zum Überleben, andere z.B. Sauerstoff. Sie sind unsere Immunabwehr und sorgen dafür, dass es uns gut geht. Um sie bei Ihrer Arbeit zu unterstützen, ist es super, wenn wir uns viel an der frischen Luft bewegen und uns gesund ernähren. Außerdem ist unsere Immunabwehr auch kein Fan von Stress, deshalb sollten wir auf einen gesunden Schlafrhythmus achten, damit unsere »Freunde« uns weiterhin schützen. Denn grade an der frischen Luft, werden sie mit anderen Keimen konfrontiert und lernen immer wieder dazu. So können sie bei der nächsten Begegnung, gleich die Immunabwehr-Armee losschicken, damit wir uns gar nicht erst anstecken.

Übrigens

  • Weniger als 1%, der Mikrobiome macht uns wirklich krank!
  • Die meisten Keime sind im und am Kühlschrank!
  • Bei einer Tablette Antibiotika, braucht unser Darm 6 Monate um seine Flora wiederaufzubauen.
  • Und Desinfektionsmittel sollten wir nur im Krankenhaus benutzen, damit wir die bösen Krankenhauskeime nicht mit nach Hause nehmen, deshalb vor und nach dem Besuch, die Hände desinfizieren. Hände gründlich waschen, reicht aus! Denn die guten Keime sollen uns weiterhin schützen.

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Fotos: Tamara Knapp

Hänsel und Gretel verlaufen sich im Theater

Wo verlaufen sich Hänsel und Gretel? »Genau!«, nämlich im Deutschen Nationaltheater in Weimar. Das Märchen von »Hänsel und Gretel« ist den meisten von uns bekannt. Was wir vielleicht noch nicht wussten, dass die erste Aufführung, die sogenannte Uraufführung vor 125 Jahren am 23. Dezember 1893 in Weimar statt fand. In der Oper von Engelbert Humperdnick wurde das Märchen auf die Bühne gebracht.

Seitdem wird das Stück immer wieder neu inszeniert. Von der Idee bis zur Premiere dauer es ca. 1 Jahr. Zuerst treffen sich der/die Regressor*in, der/die Kostümbildner*innen und der/die Bühnenbildner um ihre Vorstellungen zu Papier zu bringen, dass nennt man auch »figurieren«. Schauspieler*innen proben ungefähr 6 Monate bis das Stück dem Publikum vorgespielt wird und Hänsel wird dieses Jahr von einer Frau gespielt. Vielleicht verwundert euch das? Ein ausgewachsener Mann hat eine tiefere Stimme, als eine Frau. Sie kann damit den jungen Hänsel besser auf der Bühne verkörpern. Wenn es einen weiblichen Hänsel gibt, kann es dann auch eine männliche Hexe geben? »Klar!«, lautete die Antwort. Und diese wird sehr gruselig sein. Sie trägt eine Perücke aus den Zöpfen der Mädchen, die sie schon in Gefangenschaft nahm und dazu  singt sie: »Grätelchen, du wirst ein Brätelchen!«.

Mehr wollen wir euch erstmal nicht verraten, kommt einfach ins DNT und seht selbst. Die Premiere zu »Hänsel und Gretel« findet am 24. November 2018 statt und kann ab dem 6. Lebensjahr besucht werden. Die Studiobühne war bis zum letzten Platz zur Kinderunivorlesung ausgebucht.

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Fotos: Tamara Knapp
Fotos: Tamara Knapp

Was haben R2-D2, Wall-E und Optimus Prime gemeinsam?

»Hallo Roboter!« | So der Titel der Auftaktveranstaltung der Kinderuniversität ins Wintersemester 2018. Spannende Fakten, viele Fragen und ein Professor, der versteht, das Publikum zu unterhalten. 144 Kinder und 44 Gäste, ein Rekord!

Aber der Reihe nach: Wusstet Ihr schon, dass 99% aller Roboter Industrieroboter sind? Oder dass das Wort Roboter aus dem Tschechischen stammt? Dort heißt es Robota und wurde 1920/1921 erfunden. Roboter sind über 100 Jahre alt und wurden zuerst auf der Bühne im Theater künstlerisch dargestellt. Früher waren sie noch Science Fiction. »Daraus können wir lernen, dass die Wissenschaft in der Zukunft sich am Roboter zeigt«, so der Roboterexperte Prof. Dr. Jan Willmann von der Bauhaus-Uni. Er begleitete das Publikum durch die Geschichte der Roboter. Von Comics in Japan, über den Film »Wall-E« zu »Inspector Gadget« und »Knight Rider«, wurde  dem Publikum nichts vorenthalten.

Nachdem bekannt wurde, dass es auch für Roboter Gesetze gibt, stellte ein Junge diese Frage: »Steht es nicht im Widerspruch, dass Roboter nicht gegen den Menschen verwendet werden dürfen und dies in der Realität doch passiert?«  Ja, es steht im Widerspruch. Unter den Robotern gibt es »liebe, gute« und »böse, schlechte«. Aber es ist doch der Mensch, wir sind es, die die Maschinen einsetzen und deren Zweck bestimmen, nicht wahr?!

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Fotos: Tamara Knapp
Fotos: Tamara Knapp