Dr.-Ing. Silke Beinersdorf
Dr.-Ing. Silke Beinersdorf ist Wissenschaftlerin an der Bauhaus-Universität Weimar.

Welchen Beruf haben Sie?
Ich bin Bauingenieurin und arbeite an der Bauhaus-Universität in Weimar. Dort forsche ich am Erdbebenzentrum. Mein Ziel ist es, herauszufinden, wie und auch wo man Gebäude bauen kann, dass sie bei Naturkatastrophen – wie zum Beispiel Erdbeben – sicher bleiben. Ich arbeite auch mit Studierenden zusammen, also mit jungen Erwachsenen, die an der Uni etwas über Naturgefahren und sicheres Bauen lernen.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
An meiner Arbeit macht mir besonders Spaß, dass ich viele spannende Themen verbinden kann – zum Beispiel Bauen, Erdbeben, Geschichte und Geografie. Ich finde es toll, Probleme zu lösen und herauszufinden, wie wir Häuser sicherer machen können. Ich möchte helfen, die Welt ein Stück sicherer zu machen. Auch die Arbeit mit Studierenden gefällt mir sehr – gemeinsam lernen und forschen macht einfach Spaß!
Was hat Sie als Kind besonders interessiert zu entdecken oder zu erforschen?
Als Kind habe ich mich besonders fürs Bauen interessiert – zum Beispiel kleine Staudämme. Ich war gerne draußen in der Natur, weil es dort so viel Spannendes zu entdecken und zu erforschen gibt. Auch in der Bibliothek habe ich viel Zeit verbracht, um zu Lesen, Wissen zu sammeln und Neues zu lernen. So wollte ich immer mehr verstehen und vielleicht sogar eigene Ideen entwickeln.
Welchen bekannten (vielleicht auch schon verstorbenen) Menschen würden Sie unbedingt persönlich kennenlernen wollen und warum?
Es gibt so viele spannende und kluge Menschen – viele davon sind heute gar nicht mehr bekannt, weil sie in der Geschichte oft vergessen wurden. Deshalb fällt es mir schwer, nur eine Person auszuwählen. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich sehr gerne in die Zeit der Bibliothek von Alexandria reisen. Das war eine riesige Sammlung von Wissen im alten Ägypten, wo Forscherinnen und Forscher zusammengearbeitet und Neues entdeckt haben. Ich würde gerne die Menschen treffen, die dort gearbeitet haben – zum Beispiel Hypatia von Alexandria, eine sehr mutige und kluge Frau, die Mathematik und Astronomie unterrichtet hat. Auch Ptolemäus, der wichtige Karten von der Erde und dem Himmel gezeichnet hat, wäre spannend kennenzulernen. Mich faszinieren Menschen, die neugierig bleiben, Fragen stellen und nachdenken – ganz egal, in welcher Zeit sie gelebt haben.
Haben Sie selbst wissbegierige Kinder?
Ja, eine Tochter. Sie ist oft neugierig, aber manchmal braucht sie – wie viele Kinder – einen kleinen Anstoß, um dranzubleiben. Dann versuche ich, sie zu motivieren und ihre Neugier zu stärken.
Warum halten Sie eine Vorlesung an der Kinderuni?
Ich freue mich darauf, Kindern Themen näherzubringen, die mich selbst begeistern. Dabei hoffe ich, dass sie Neues entdecken, Interesse entwickeln, etwas dazulernen – und vielleicht sogar das Gelernte praktisch anwenden können.