Olaf Adler
Wolfgang Adler ist Mitarbeiter für Violine an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Welchen Beruf haben Sie?
Ich bin Musiker, mein Instrument ist die Geige. Mein Arbeitsschwerpunkt ist seit vielen Jahren das Unterrichten. Ich unterrichte sowohl ganze Schulklassen mit Streichinstrumenten als auch Schüler im Einzelunterricht. Es sind Anfänger dabei, aber auch Schüler, die so viel können, dass sie sich auf internationale Wettbewerbe oder eine CD-Produktion vorbereiten.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Jeder Schüler ist eine andere Person, es wird nie langweilig! Und jedes Musikstück klingt anders, wenn es jemand anderes spielt. Auch das wird nie langweilig!
Was hat Sie als Kind besonders interessiert zu entdecken oder zu erforschen?
Ich wollte immer wissen, wie etwas funktioniert. Ich bin in der DDR aufgewachsen. Verwandte aus »Westdeutschland« haben mir auf meinen Wunsch hin einen Chemiebaukasten geschickt, so etwas gab es bei uns nicht. Meine Chemielehrerin hat mir in der 7. Klasse Salpetersäure, Natronlauge und andere spannende Stoffe mit nach Hause gegeben (das durfte sie bestimmt nicht). Ich habe so lange experimentiert, bis es zu gefährlich wurde und meine Eltern es nicht mehr erlaubt haben.
Welchen bekannten (vielleicht auch schon verstorbenen) Menschen würden Sie unbedingt persönlich kennenlernen wollen und warum?
Interessanterweise nicht unbedingt einen berühmten Komponisten, denn ihre Musik selbst ist so persönlich, dass ich schon vom Hören und Spielen ganz glücklich bin. Aber Jesus persönlich zu erleben wäre sehr spannend. Er hat, ohne Gewalt anzuwenden, die Welt sehr verändert. Diese »Ausstrahlung«, »Überzeugungskraft« life zu erleben, fände ich sehr aufregend und anregend.
Haben Sie selbst wissbegierige Kinder?
Unsere Tochter studiert Archäologie. Sie findet es spannend, herauszufinden wie Menschen früher gelebt haben.
Warum halten Sie eine Vorlesung an der Kinderuni?
Wie Musik funktioniert und wie die Instrumente funktionieren ist für mich faszinierend. Die Entdeckungen bei diesem Thema würde ich gerne mit jungen Menschen teilen, ich würde sie gerne »anstecken« mit dieser Faszination.